Sonntag, 8. September 2013
Pulled Pork für 20 Personen
Um die Garzeit drastisch zu verkürzen teilte ich die 4 Kilo Schweinenacken in vier gleichgroße Teile. Diese wurden eingestrichen mit einem leckeren Rab und ein Tag eingewickelt in den Kühlschrank gelegt. Ich rechnete mit einer Garzeit von 9 Stunden, sodass ich um 17 Uhr den Gästen das Schwein servieren könne. Also gegen 7 Uhr morgens den Smoker angeworfen und die Temperatur auf 100°C gebracht. Nun das Fleisch auf das Rost gelegt, Deckel drauf und fertig...
Leider machten mir die Temperaturschwankungen der Weber Kohle Schwierigkeiten...die Temperatur fiel ab und die Kohle schien fast auszugehen, obwohl alle Luftzugänge geöffnet waren. Also kamen noch 1kg Aldi Briketts vorgeglüht mit hinzu und ich konnte die Temperatur wieder für die nächsten Stunden auf 115°C bringen und halten. Die Kerntemperatur des Fleisches stieg wie immer auf 67°C und fiel dann durch den Zersetzungsprozesses des Fettes auf 60 °C ab. Leider blieb die Temperatur des Fleisches für die nächsten 3 Stunden so und es war bereits 15 Uhr. In diesem Moment kann man bei solchen Prozessen nichts tun, außer warten und hoffen...
Die Kerntemperatur stieg sehr zögerlich von einem Grad zum Nächsten und gegen 17 Uhr hatte ich lediglich 71°C. Und das den Gästen verkaufen war nicht unbedingt einfach?
Beim zerpflücken des Fleisches ahnte ich schon den Grund...Das Fleisch bestand aus Unmengen von Fett, Knorpel und Sehnen...hier hätten wahrscheinlich nicht einmal 12 Stunden ihren Dienst getan? Der Fleischhändler meines Vertrauens musste vorab erst einmal daran glauben, obwohl er am wenigsten dafür kann! Am Tag darauf stellte ich fest, dass die Grillkohle von Weber sehr viele Wasserränder an der Tüte aufwies, woraus zu schließen war, das diese beim Verkäufer wohl mal einen schönen Wasserschaden erlitten hatte?
Hat mich eine Menge Nerven gekostet, aber ein Großteil des Fleisches konnte trotzdem mit der Sauce No.1 und einem selbstgemachten Krautsalat von den Gästen "einverleibt" werden...
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